Dozentin in der Grundausbildung zum Thema Botanik

Gerade 16 Jahre alt geworden stieß ich zum ersten Mal auf ein Heilpflanzenbuch und war begeistert – eine völlig neue Welt tat sich vor mir auf! Seither sind die Wild- und Heilkräuter meine täglichen Begleiter. Da ich mehr wissen wollte über das Verhältnis von Menschen und den sie umgebenden Pflanzen, nahm ich mit 22 Jahren an einer Ausbildung zur Ethnobotanik teil mit dem Ergebnis, jetzt noch viel mehr wissen zu wollen!

Es folgten viele verschiedene Aus- und Fortbildungen, u.a. in der Freiburger Heilpflanzenschule, zu den Themen, Phytotherapie, Spagyrik, Gemmotherapie, angewandte Botanik, Aromatherapie, Selbstversorgung, Astrologie und noch vieles andere.

Als ausgebildete Dorfhelferin zur Unterstützung von Familien in landwirtschaftlichen Haushalten, bei denen ein Elternteil für längere Zeit ausfällt, hatte ich viele Begegnungen mit Menschen, bei denen das, was ich ihnen über die Pflanzen und ihre Bedeutung für die Gesunderhaltung und die Ernährung erzählt habe, auf fruchtbaren Boden fiel. Ich merkte, wieviel Freude es mir bereitet, mein Wissen weiterzugeben. Ich ließ mich ausbilden zur Heil- und Wildpflanzen-Pädagogin und dann zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt auf der Bedeutung der Heilkräuter und Wildpflanzen in der Küche.

Seit ich vor einigen Jahren begonnen habe, Pflanzen zu fotografieren, habe ich sie noch viel intensiver als bisher beobachtet und mich mit ihrem Aufbau und den unterschiedlichen Funktionen ihrer Organe beschäftigt. Mein Wissen dazu habe ich in der einjährigen theoretischen und praktischen Ausbildung zur angewandten Botanik bei Dr. Katharina Vogelsang in ihrer Heilpflanzenschule Calendula vertieft. Bei ihr habe ich gelernt, wie lebendig auch dieser Teil der Pflanzenkunde vermittelt werden kann.

Inzwischen arbeite ich freiberuflich als Dozentin und als ganzheitliche Ernährungsberaterin. Ich zeige meinen Klienten, wie sie mit einfachen Schritten und Methoden und mit der Kraft der Heilkräuter Gesundheit und Wohlbefinden nachhaltig fördern können.

Und nun freue ich mich besonders darauf, die Teilnehmer der Phytotherapie-Grundausbildung am Botaniktag in die Systematik der Pflanzenfamilien einzuführen, um ihnen so mehr Sicherheit bei der Bestimmung unbekannter Pflanzen am Wegesrand zu vermitteln!